Resumee 2012/2013:

Was ich schon im Resumee 2010/2011 geschrieben habe, setzt sich fort.
Es gibt kaum noch Mobbing-Urteile, weil alles durch Vergleich geregelt wird.
Der Arbeitnehmer macht Ansprüche gegen Mobbing geltend, der Arbeitgeber weist
alle Ansprüche zurück. Im Gespräch zwischen den Anwälten oder vor Gericht einigt man
sich wie folgt: Der Arbeitgeber kündigt betriebsbedingt, der Arbeitnehmer erhält eine Abfindung.

Die Abfindungen betragen in der Regel zwischen einem halben und einem ganzen
Monatsgehalt pro Jahr der Beschäftigung. Manchmal auch mehr. Zusätzlich gibt es meist
ein gutes bis sehr gutes Zeugnis, eine bezahlte Freistelllung bis zum Ende der Kündigungsfrist.
Bei Management-Positionen übernimmt der Arbeitgeber in der Regel die Kosten einer
Outplacement-Beratung. Auch bei Sachbearbeiterpositionen habe ich schon die Übernahme
von Outplacementkosten erzielt. Oder die Kosten einer Zusatzausbildung.

Da fragt man sich natürlich, warum man überhaupt noch prozessieren muss.
Demgemäß werde ich in den nächsten Tagen alle Rechtschutzversicherer anschreiben und
klären, inwieweit die Kosten eines Mediationsverfahrens übernommen werden.

Mediation ist eine besondere Form der aussergerichtlichen Konfliktbeilegung, die im
Mediationsgesetz des Jahres 2012 erstmals gesetzlich geregelt ist.
Ich bin seit 2002 Wirtschaftsmediator, ausgebildet bei der Steinbeis-Hochschule, Berlin.

Über die Antworten der Rechtsschutzversicherer werde ich an dieser Stelle informieren.

Im Jahr 2014 werde ich weniger Mobbing-Mandate annehmen, mich stärker auf die Vertretung
von Führungskräften (ja, auch die haben Probleme) konzentrieren und diese bei der
Weiterführung ihrer Karriere coachen und beraten.

Typische Managementpositionen, die ich schon vertreten habe: Meister, Betriebsleiter, Heimleiter,
Vertriebsleiter, Produktionsleiter, Finanzleiter, Leiter Marketing, Leiter Öffentlichkeitsarbeit.
Personalleiter, angestelle Geschäftsführer.

12. Januar 2014